Top Gun 2: Maverick

Wochenende ist Kinozeit und deswegen war ich gestern Abend im Kino und habe Top Gun 2: Maverick geschaut.

Der „erste Teil“ lief Mitte der 80er Jahre und so dürfte es kein Wunder sein, dass dieser Film sich vor allem an Menschen wie mich richtet, die in der Zeit groß wurden und für die der Film ein absoluter Höhepunkt des Kinos war. Die Bilder, die Musik, die aufregende Story, der Film hat damals verdammt viel richtig gemacht. Schafft Teil Zwei das auch?

Das erste was auffällt ist, dass der zweite Teil weniger nach einem Nachfolger riecht, als das es wie ein Remake aussieht. Fast so als hätte Tom Cruise sich gedacht: Das war so geil damals, das will ich noch mal. Und so wundert es nicht, dass unzählige Details (Charaktere, deren Kinder, Motorräder, Liebesgeschichten….) so wirken, als wären keine 30 Jahre vergangen.

Auf der anderen Seite muss man Top Gun 2: Maverick zugestehen, dass so sehr die Story auch flach und vorhersehbar ist, die Bilder auf der Höhe der Zeit sind. Und deswegen Spaß machen anzusehen. Für mittelalte weiße Männer wie mich ist zudem der Soundtrack, eine 100% Hommage an das Original, ein wahrer Genuss.

Trotzdem hat der Film leider Längen, die ihm einiges an Charme wieder nehmen. Vor allem die Flugszenen sind teils vollkommen unnötig in die Länge gezogen und fangen natürlich an zu langweilen, wen Cpt. Maverick einen Schüler nach dem Anderen vom Himmel holt. Ja wir wissen, dass Tom Cruise unschlagbar ist. Es reicht jetzt, danke.

Lohnt der Film trotzdem?

Ich glaube ja, aber eben nur für eine sehr spezielle Zielgruppe. Ich glaube das Menschen die den ersten Teil nicht als ihres Lebenswegs gesehen haben, an Teil 2 wenig Spaß haben werden. Das aber eben die, die mit leuchtenden Augen Teil 1 sahen, bei Teil 2 einfach mal Corona, Inflation, Mieten, Tankrabatt und den ganzen anderen Driss vergessen können.

In sofern: Ein Film für Menschen die alt genug sind 😉

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