Schaut. Diesen. Film. Nicht. Ernshaft: schaut ihn nicht.

Ich gehe ja schon sehr lange sehr gerne ins Kino. Und manche Filme waren echte Meilensteine, einer davon war für mich Jurassic Park. Ein Film der so vieles richtig machte und mich als Sechzehnjährigen glauben ließ, dass es für das Kino kein Limit gäbe. Unvergessen die vermutlich beste Szene aller Zeiten:

Und nachdem ich von „Top Gun 2- Maverick“ ja angenehm überrascht war, hieß es: Wochenende ist Kinozeit, also ab ins Kino und „Jurassic World 3“ schauen. Das große Finale einer Trilogie. Oder so die Erwartung.

Ähnlich wie damals mit „Stirb Langsam“, wo es erst um einen Wolkenkratzer, dann eine Stadt, dann ein Land und schließlich um die Erde geht, steigert sich JP ja vom Park über die Insel bis hin zur ganzen Welt. Kann das gut gehen?

Und ich will es kurz machen: Nein.

Das Intro im „was bisher geschah“-Format ist grottenschlecht. Die schauspielerische Leistung im Anschluss wird nicht besser, die Dialoge – zudem schlecht synchronisiert – sind einfach mies. Die Specialeffects, vor allem die Dinosaurier selbst, eine absolute Frechheit.

Nach 30 Minuten wollte ich nur raus aus diesem Film. Habe mich dann aber fast 60 Minuten durch den Film gezwungen. Aber als Chris „Owen“ Pratt dann Full-„Mission-Impossible“ ging, habe ich das Kino verlassen.

Der Film ist nicht nur eine Frechheit. Er ist ein Film der nie hätte gedreht werden dürfen, weil er jede sehnsüchtige Erinnerung an den originalen „Jurrasic Park“-Film vollkommen zerstört. Es gibt keinen, wirklich keinen einzigen Punkt in den 60 Minuten die ich mich zu schauen gequält habe, die auch nur einer positiven Erwähnung wert wären.

Meine Damen und Herren, ich gehe davon aus, dass ich heute den (mit Abstand!) schlechtesten Film 2022 gesehen habe. Vermutlich der gesamten 20er dieses Jahrtausends. Also bitte:

Schaut diesen Film nicht, wenn Euch Eure Seele etwas bedeutet.

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