All Systems Red – The Murderbot Diaries I

Ich mag ja absurde Geschichten, die gut geschrieben und völlig sinnfrei sind. Ohne sinnlos zu sein. Und deswegen bin ich so happy, dass ich auf Martha Wells “The Murderbot Diaries (“Killerbot-Reihe) gestoßen bin.

Ich brauchte mal eine kurzweilige und kurzzeitige Ablenkung von den eher wissenschaftlich nüchternen Büchern, mit denen ich mich im Moment beschäftige und ein Post mit ein paar lesenswert klingenden Bücher auf Imgur kam da gerade richtig.

Da ich noch Guthaben habe, habe ich mir das Hörbuch von Wells gestern bei Audible heruntergeladen und heute angefangen. Auf dem Weg zur Arbeit. Dann auf dem Weg nach Hause. Dann musste ich Bügeln. Dann musste ich spülen. Und dann waren die knapp 3h 20m um und ich freu mich auf den nächsten Teil 😀

Das Hörbuch erinnert mich auf sehr unterhaltsame Art und Weise an das Bobiverse. Obwohl die Geschichten natürlich absolut keine Ähnlichkeit haben.

“As a heartless killing machine, I was a complete failure.”

In a corporate-dominated spacefaring future, planetary missions must be approved and supplied by the Company. Exploratory teams are accompanied by Company-supplied security androids, for their own safety.

But in a society where contracts are awarded to the lowest bidder, safety isn’t a primary concern.

On a distant planet, a team of scientists are conducting surface tests, shadowed by their Company-supplied ‘droid — a self-aware SecUnit that has hacked its own governor module, and refers to itself (though never out loud) as “Murderbot.” Scornful of humans, all it really wants is to be left alone long enough to figure out who it is.

But when a neighboring mission goes dark, it’s up to the scientists and their Murderbot to get to the truth.

Der deutsche Klappentext ist wieder… sagen wir merkwürdig:

In der fernen Zukunft hat sich die Menschheit in der gesamten Galaxis ausgebreitet. Interstellare Megakonzerne haben mithilfe von seelenlosen Kampfrobotern alles unter ihre Kontrolle gebracht. Einer dieser Bots wurde nun ausgemustert und soll ein Team von Wissenschaftlern auf ihren gefährlichen Missionen beschützen. Also ein denkbar schlechter Zeitpunkt für den Bot, um ein eigenes Bewusstsein zu erlangen und über die eigene Rolle im Universum nachzudenken …

Denn tatsächlich hat unser “Murderbot” schon ein eigenes Bewußtsein. Das hatte er schon eine Weile und er hat kein Problem damit, es vor seinen Nutzern zu verbergen. Das Universum und seine Rolle darin, sind ihm dabei völlig egal.

Unser Murderbot hat nämlich, seit dem Namen gebenden Event, eigentlich nur Lust auf seichte TV-Shows. Und das ist ausgesprochen schwierig, wenn Du auf einem lebensfeindlichen Planeten bist, auf dem andere “Security-Bots” danach trachten, Dich auszulöschen.

Was mir ausgesprochen gefallen hat ist, wie gut die Autorin auf des Messers Schneide tanzt, wenn es darum geht, Murderbot gerade so menschlich wirken zu lassen, dass man ihn mag und genau wenig genug, um ihn auch auf keinen Fall für einen Menschen zu halten.

Die Geschichte ist etwa so, als hätte R2D2 relativ früh überlegt, Luke einfach zu verraten, wer sein Vater ist. Nur um dann mit ihm auf die Suche nach ihm zu gehen. Und nein, dieser krude Vergleich hat absolut nichts mit der Story zu tun.

Er soll Euch nur zeigen, wie schwer es ist, das “Tagebuch eines Killerbotssinnvoll zu beschrieben. Wie das Bobiverse weiß man, dass das Genre Sci-Fi ist. Aber das ist auch eigentlich schon alles, was man vergleichend über dieses Buch sagen kann.

Wer also echt eigenartige Sci-Fi-Stories mag, der wird hier belohnt. Alle anderen… äh lesen lieber was anderes 😉

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