The Lost City

Ich hatte gestern in Duisburg etwas Zeit zu vergeuden und dachte, ich geh ins Kino. Zeitlich schaffbar war „The Lost City“ und naja, warum nicht. Wenn man nichts erwartet, kann man ja nicht enttäuscht werden. Oder?

Der Film ist ziemlich exakt so, wie man nach dem Trailer erwarten würde. Albern, an der Grenze zum Grotesken und die Storyline ist ungefähr so überraschend wie man erwartet. Natürlich rettet am Ende nicht Brad Pitt Sandra Bullock, sondern Channing Tatum.

Das Problem an dem Film ist nur…. irgendwie ist der… ich trau mich kaum es zu sagen: gut. Unterhaltsam.

Das liegt zum einen an den Charakteren, die unerwartet facettenreich und liebevoll entworfen und in ihre Rollen geworfen wurden. Es liegt aber auch daran, dass die Bilder tatsächlich überraschend gut sind für einen Film, der wohl eher an ein Publikum gerichtet ist, dass die beiden gut gebauten Männer mit nacktem Oberkörper beim Werben um die Protagonistin beobachten wollen.

Natürlich ist das kein Film wie Indiana Jones – aber es ist eben auch kein tumber Liebesfilm mit Klamauk. Es ist schwer zu beschreiben, aber auch als mittelalter weißer Mann, der man allein im Kino sitzt, fühlt man sich von dem Film unterhalten. Was auch daran liegt, dass Daniel Radcliff überraschend gut und stark den Bösewicht gibt.

In sofern: Für einen Film von dem ich schlimmes erwartet habe, bin ich überraschend gut unterhalten worden. Allerdings darf man natürlich kein cineastisches Highlight unterhalten und manch einen Dialog ignoriert man lieber. Wobei ich auch da dieses Jahr schon schlimmeres gesehen habe…

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