Planet der Affen

Huch, höre ich Euch sagen, geht es nicht um Bücher in diesem Blog? Und oh ja, aber ich muss Euch eine Geschichte zu dem Film erzählen. Denn als “kleiner Junge” habe ich mal den Film mit Charlton Heston gesehen – und der hat mich schwer beeindruckt. Ich hatte allerdings nie daran gedacht, dass es ein Buch geben könnte, dass sich zu Lesen lohnt.

Um so erstaunter war ich, als ich per Zufall das Original von Pierre Boulle in die Finger bekam. Und da dachte ich mir: Das kann man ja mal machen.  Und so kam es, dass ich “Planet der Affen” gelesen habe.

In einem Raumschiff, das mit Lichtgeschwindigkeit durch das Weltall fliegt, begibt sich der Journalist Ulysse Mérou zusammen mit zwei Wissenschaftlern auf eine Mission, die die Erkundung des nächstgelegenen Sonnensystems zum Ziel hat. Zu ihrer großen Überraschung finden sie einen Planeten, der unserer Erde gleicht. Doch eine noch größere Verblüffung erwartet sie: Auf Soror, so der Taufname durch die Entdecker, leben menschenähnliche Wesen! Diesen scheint jedoch jedwedes rationale Denkvermögen zu fehlen, und kaum ist eine erste Verständigung hergestellt, werden sie allesamt gejagt und gefangen genommen von der herrschenden Zivilisation auf dem Planeten: Affen!

Schreckliche Experimente und einen schmerzvollen Tod vor Augen, muss es Ulysse gelingen, seine haarigen und hochintelligenten Entführer davon zu überzeugen, dass er anders ist, von einem fremden Planeten kommt und vor allem, dass er keine Gefahr darstellt. Besonders von Letzterem lassen sich aber nur die Wenigsten überzeugen…

Was mich erstaunt hat ist, dass der Film im Grunde die gleiche Geschichte erzählt, wie das Buch. Natürlich ist dem Zeitgeist geschuldet, dass der Film eine extrem amerikanische Perspektive aufzeichnet. Während die Geschichte von einem Franzosen stammt. Aber wenn man das mal außen vor lässt, ist das schon erstaunlich.

Die Geschichte von Pierre Boulle ist durchaus angenehm zu lesen. Es ist fast wie bei Jules Verne: Eine völlig fantastische Geschichte wird auf eine Art erzählt, die dem Leser den Eindruck vermittelt, es handle sich im Grunde um nichts anderes als ein Reisebericht aus dem fast alltäglichen Leben. Und so ist auch das Setting: Die Geschichte des Planeten des Affen wird von einem Paar auf einer romantischen Weltraumreise in einer Art Flaschenpost gefunden.

Dabei wird man in die Geschichte hineingezogen und auch wenn man deutlich vor dem Ende ahnt, wie das Ende ausgeht (das übrigens anders ist als im Film), ist sie von der ersten bis zur letzten Zeile überaus spannend.

Wer Sci-Fi mag und sich nicht vor Geschichten aus einer anderen Generation scheut, sollte unbedingt mal reinschauen. Oder reinhören, weil es ein ungekürztes Hörbuch gibt.

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