Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens

Nach den Büchern der letzten Zeit, brauchte ich was Leichtes. Also griff ich mir „Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens aus dem Regal. Ein Buch, das ich aus Lust und Laune von der Buchmesse 2024 mitgebracht hatte.

Lucien, der junge Comte de Chacarasse, entstammt einem alten französischen Adelsgeschlecht, das seit Generationen eine besondere Fertigkeit ausübt: die Kunst des Tötens! Seine Vorfahren sollen als äußerst diskrete Auftragsmörder für Napoleon, den Vatikan, die Medici und die Bourbonen tätig gewesen sein.

Zwar wurde auch Lucien von klein auf in der Familientradition ausgebildet, doch er betreibt lieber ein Bistro in Villefranche-sur-Mer. Denn Lucien liebt die Frauen, den Wein – und die kulinarischen Genüsse der provenzalischen Küche.

Das unbeschwerte Leben des jungen Comte endet abrupt, als er ans Sterbebett seines schwer verletzten Vaters gerufen wird: Lucien muss schwören, dem Erbe der Familie treu zu bleiben. Nur, wie begeht man einen Auftragsmord, wenn man es ablehnt zu töten?

Und tatsächlich erfüllte das Buch meine Erwartung auf seichte Unterhaltung. So seicht, dass man auch ohne jede messbare Aktivität im Gehirn der Geschichte folgen kann – was auch der größte Kritikpunkt ist: Es kommt keine Spannung auf, weil einfach immer alles passiert und zwar so, dass es unserem Protagonisten den größten möglichen Vorteil bringt.

Trotzdem ist das Buch irgendwie „nett“. Es ist halt, wie Amazon schreibt, der „perfekte Provence-Urlaubs-Krimi“ und genau dafür sollte man sich das Buch auch anschaffen: Als Alternative zum Vorabend-Fernsehen, für verregnete Abende im Herbst oder den nächsten Urlaub am Strand.

Es ist ein Buch zum entspannen, runterkommen. Eines, das keinen nachhaltigen Effekt hat oder über das man noch lange nachdenken wird. Was aber nicht schlimm ist, weil nicht jedes Buch so herausfordernd sein muss wie z. B. „House of Leaves„.

Und angesichts des günstigen Preises für das Taschenbuch, kann man da eh nicht viel falsch machen.

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