How to Kill Yourself Daheim

Vor ein paar Wochen habe ich das Buch „How to Kill Yourself Abroad“ gelesen, das mir ganz gut gefallen hat. Also war es Zeit für den zweiten Band, der in der Heimat spielt.

Heimat ist dabei als Europa definiert, wobei in dem Buch Deutschland überproportional stark vertreten ist, mit Österreich auf Platz 2 und dann der Schweiz.

Die Gemeinsamkeit mit dem zuerst von mir gelesenen Buch ist, dass es relativ wenig Text, dafür aber viel Fotos hat. Man ist also ziemlich schnell durch. Der Unterschied ist, dass der Wortwitz nicht so ausgeprägt ist. Tatsächlich geht es in diesem Band auch viel darum, wie der Autor seine Mitmenschen und deren Ansichten bewertet. Die Orte und Arten sich umzubringen sind dabei in großen Teilen erwartbar aber irgendwo halt nicht so außergewöhnlich wie in dem anderen Band. Marxloh als No-Go-Area, Sondermüll in Bitterfeld und Nazis in Sachsen sind vielleicht einfach nicht das, was man unter lockerer Unterhaltung versteht.

Nicht missverstehen: auch wenn vieles in dem Buch des Effekts wegen beschrieben wird, ist es nicht unbedingt falsch. Es ist eher so, dass hier weniger der Ort als mehr Gesellschaft und Politik im Vordergrund stehen.

Macht es Spaß durch die Bilder zu blättern? Das auf jeden Fall.

Und vielleicht sollte man das Buch dann im Wesentlichen darauf beschränken. Vielleicht war, nach den grandiosen Bildern und unterhaltsamen Geschichten im anderen Band, meine Erwartung auch zu hoch. Es ist halt nicht schlecht, hat mich aber auch nicht wirklich mitgerissen…

 


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