Die 5. Welle

Am Sonntag war ich mal wieder im Kino und auf dem Programm stand „Die 5. Welle“ nach dem gleichnamigen Buch. Und das Buch reiht sich nahtlos in die aktuelle Welle (no pun intended) der Bücher ein, in denen junge Menschen gegen das Ende der Welt kämpfen – mehr oder weniger. Sei es Panem oder das Labyrinth, die Ähnlichkeit ist da.

Was mir an dem Buch und dem Nachfolger jedoch gefallen hat war die Idee, eine Invasion durch Außerirdische ganz ohne Außerirdische statt finden zu lassen. Wie das funktioniert, könnt Ihr im Buch oder Film erfahren.

Der Film ist dann auch eher „normale“ Kost. Ein paar Dinge aus dem Buch wurden weg gelassen (z. B. die Vernichtung des Flüchtlingscamp), andere Dinge betont (die „Beziehung“ zwischen den Hauptdarstellern) und so wird der Film sehr stark auf ein jugendliches Publikum ausgerichtet, am Besten in der Pubertät.

Gleichzeitig aber hält man sich überraschend gut an der Buchvorlage und die Besetzung der wichtigen Rollen scheint mir auch durchaus gelungen.

Das führt zu der kuriosen Situation, dass der durchschnittliche Erwachsene den Film vermutlich zu oberflächig findet. Während Teens ihn vermutlich nicht spannend genug finden. Und alle zusammen nicht verstehen, dass es ja quasi nur der Prolog zu einer längeren Geschichte ist.

Ist der Film daher schlecht?

Ich denke nicht. Er leidet einfach massiv unter einer versuchten Zielgruppen-Orientierung. Dafür aber erzählt er halt im Wesentlichen was im Buch stand. Und hat es damit im jungen Jahr auf Platz 2 meiner Kino-Charts geschafft.

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