Devolution

Nachdem „Der Übergangsmanager“ ja viel zu schnell vorbei war, brauchte ich was Neues für die Zugfahrten. Und nach einigem Stöbern bin ich dann bei „Devolution“ von Max Brooks und gelesen von David Nathan gelandet.

In den Bergen, am Fuße eines Vulkans, liegt Greenloop, eine exklusive Gemeinschaft von Aussteigern. Ein Idyll in der Wildnis, in dem Katherine und Dan auf eine neue Heimat unter Gleichgesinnten hoffen – und auf einen Neuanfang für ihre Ehe. Doch dann bricht der Vulkan aus, und Greenloop ist von der Außenwelt abgeschnitten. Tag für Tag wird die Lage in der Siedlung angespannter – und nachts hören sie die Schreie. In den Wäldern reißen gnadenlose Jäger ihre Beute, hochentwickelte affenähnliche Kreaturen, getrieben vom Instinkt zu überleben. Und jede Nacht kommen die Schreie näher…

Das schöne an Audible-Hörbüchern im Abo ist ja, dass nach dem ersten kostenlosen Hörbuch jedes weitere nur 9,95€ kostet, bzw. eines im Monat ja im Abo enthalten ist. Und man diese Hörbücher auch bei Nichtgefallen einfach zurückgeben und sich ein anderes aussuchen kann. Viel falsch machen geht also nicht. Dachte ich mir und bestellte.

Ich war so skeptisch, weil es doch eine Reihe von negativen Bewertungen zu dem Hörbuch gibt. Auf der einen Seite lasen sich einige so, als hätten die Leute keine Lust sich auf eine Geschichte einzulassen. Auf der anderen Seite eben so, als hätten die Leute mehr Splatter erwartet.

Und das ist witziger Weise genau das, was mir an dem (Hör-)Buch gefallen hat. Es ist eben nicht platt geschrieben, sondern der Autor nimmt sich Zeit, das Setting zu erläutern und die alles auslösende Katastrophe – von der unsere Protagonisten aber zunächst nicht viel mehr mitbekommen, als eine gesperrte Straße.

Und ab da ist das Hörbuch wie ein guter Horrofilm. Ja, man weiß was passieren wird. Ja, man weiß, dass jemand der alleine in den Wald geht, wohl nicht zurück kommt. Ja man weiß, dass sich die intelligenten Menschen in der Gruppe zusammen tun werden, dass es einen Antihelden und einen Störer gibt. All das weiß man und trotzdem schaut man, oder in diesem Fall hört man, gerne weiter. Weil man weiß, dass es auf ein Finale hinauslaufen wird und man weiß nicht, ob es ein Happy-End oder nicht wird.

Max Brooks lässt das auch lange im Unklaren. Ohne aufwändige „Plot-Twists“ sieht es mal nach Happy-End aus und mal nicht. Bis dann am Ende… aber das solltet Ihr selber lesen. Oder halt hören.

Das Einzige war mir nicht gefallen hat: Ich habe die deutsche Version gehört, die von David Nathan gelesen wird. Und der liest ziemlich viele Bücher. Das führt zu einem Gewöhnungseffekt, bei dem der Autor es schwer hat, aus der Stimme heraus zu brechen. Es fällt schwer, die von Nathan gelesenen Bücher ihren Autoren zuzuorden. Denn obgleich er ein guter Leser ist, hört er sich halt immer gleich an.

Mein Fazit: Wer kurzweilige, spannende Unterhaltung für den Arbeitsweg sucht, wird hier fündig. Kann man sich geben.

 

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