Black House (Das Schwarze Haus)

Nachdem ich vorige Tage „The Talisman“ von Stephen King gelesen hatte, stand jetzt „Black House“ auf der Liste. Das ist der zweite Band der, wie wir jetzt wissen, Trilogie, die 2026 ihren Abschluss mit dem Buch „Other Worlds Than These“ finden wird.

In dem Fall als Hörbuch, dass ich in einigen wenigen Tagen und nach einigen wenigen Waldspaziergängen schon durch hatte. Was mich zu dem Spoiler veranlasst, dass „Black House“ definitiv in die Reihe der Lieblingsbücher von King gehört.

Das liegt sicherlich daran, dass es deutlich stärker als der erste Band an den Dunklen Turm anknüpft, zeitlich etwa nach dem dritten Teil, „The Wastelands“ oder „Tot“.

Children are disappearing, lost to the world, horrifically murdered.

The best clue the detectives have – a serial killer from a century ago.

Jack Sawyer, retired from the LAPD at 35, plagued by visions of another world.

As a child, Jack visited the Territories, a menacing place of violence and madness, to save his dying mother. Now, if the latest child victim is to be saved, Jack must retrieve his lost childhood memories, and revisit the one place he hoped never to see again.

Wir lernen recht schnell, dass Jack, unser Protagonist, nie so ganz die Territorien aus dem ersten Band hinter sich lassen konnte. Nach dem Tod seiner Mutter und als Erbe des Vermögens seines Vaters, setzt er sich früh zur Ruhe und sucht sich dafür ein schönes kleines Städtchen mitten im Nirgendwo. Das diese Wahl nicht ganz freiwillig erfolgt sein kann, ist recht schnell klar: In eine Serie von verschwundenen Kindern hineingezogen und mit neuen Freunden muss er das Black House finden und letztlich betreten.

In der Verbindung zum Dunklen Turm hören wir nicht nur von Roland, Eddie, Jake und Susannah, sondern wir lernen mit Jack auch einen bisher nicht kartografierten Bereich namens „Boderlands“ kennen, in denen der Crimson King, der finale Bösewicht im Dunklen Turm, sein Unwesen treibt und auch von dort versucht, den Turm zum Fallen zu bringen – wofür er sich auch der Breaker bedient, besonderer Kinder, die wir auch in dem Buch „Atlantis“, vor allem aber im sechsten Band vom Dunklen Turm begleiten.

Auch treffen wir „The Little Sisters“ wieder, diesen mysteriösen Orden junger Frauen, die kranke Menschen pflegen – und die Hauptrolle in der Kurzgeschichte „The Little Sistes of Eluria“ spielen, die in dem Sammelband „Legends“ veröffentlicht wurde.

Insofern kein Wunder, dass ich als „Tower Junkie“ das Buch weggesuchtet habe.

Am Ende löst Jack natürlich das Rätsel der verschwundenen Kinder und nachdem das große Sterben beginnt, für das King in seinen Geschichten ja gelegentlich berühmt ist, kommt es auch zu einem Showdown, der durchaus befriedigend ist.

Was King und Straub dann machen, ist etwas, das King 2004 im letzten offiziellen Teil der Dunklen Turm Serie wiederholt: Die Geschichte ist zu Ende und es könnte ein „Lived happly ever after“ sein. Aber nein, wer will kann weiterlesen. Ein paar Seiten „Ende nach dem Ende“ gibt es noch. Und diese verändern das Buch gravierend: Denn aus der geschlossenen Geschichte, die am Rande des Dunklen Turms spielt, wird eine andere.

Eine, die dann auch auf den 2026 endlich erscheinenden Band vorbereitet. Auf den ich jetzt sehr sehnsüchtig noch einige Monate warten müssen werde….


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