Apocalypse Z – Teil 2 und Teil 3
Englische Version auf Goodreads
Vor einer Weile habe ich „Apocalypse Z – Der Anfang vom Ende“ gehört und war relativ angetan. So angetan, dass ich über den Dezember auch den zweiten und dritten Teil der Geschichte von Manel Loureiro gehört habe 🙂
„Mitten im tödlichen Wahnsinn findet sich der junge Anwalt auf der Flucht wieder: In einem gestohlenen Hubschrauber entkommt er gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe auf die Kanarischen Inseln. Zu ihr gehören seine Perserkatze Lucullus, der ukrainische Pilot Viktor „Prit“ Pritchenko, die 17-jährige, schöne Ablenkung Lucia sowie Schwester Cecilia, die als Krankenschwester ausgebildet ist. Die abgelegene Insel Lanzarote gilt als der einzige Zufluchtsort, der angeblich noch außerhalb der Reichweite des Virus liegt. Doch während sich die Horden der Untoten unaufhaltsam vermehren – und ebenso tödlicher menschlicher Verrat ihnen den Weg versperrt –, entwickelt sich ihr Kampf ums Überleben rasch zu einer Selbstmordmission.“
Der zweite Teil der Geschichte ist ein zweiter Teil einer Trilogie. Wir bekommen neue Protagonisten und Antagonisten und wir erleben die Vorbereitung auf den dritten Teil und das große Finale. In sofern kann man zu dem Band nicht viel sagen.
„Europa liegt in Trümmern: Ein mysteriöses Virus hat neunzig Prozent der Bevölkerung in hungrige Untote verwandelt. Drei Überlebende treten die gefährliche Reise in die USA an in der Hoffnung, dass dort noch ein Stück menschliche Zivilisation zu finden ist – nur um festzustellen, dass auch Amerika von den Zombies zerstört wurde. Einzig das kleine Städtchen Gulfport, Mississippi, ist bisher verschont geblieben. Doch Sicherheit hat ihren Preis: die Freiheit …“
Tja, und hier fangen die Probleme jetzt an. Dafür zitiere ich mich mal eben selbst aus der Rezension zu Band 1:
Auf der anderen Seite aber hat es eine sehr frische Perspektive, weil es in Europa spielt, geschrieben von einem Europäer. Und das verändert so ziemlich alles, schon deswegen, weil hier nicht an jeder Ecke Waffen rumliegen.
Außerdem trifft unser Protagonist vergleichsweise intelligente Entscheidungen. Ich denke ja oft bei Büchern und TV-Serien, dass die sehr schnell zu Ende wären, wenn die Figuren ihren Verstand benutzen würden.
Was soll ich sagen?
Völlig unnötig gibt der Autor alles auf, was ich am ersten Band so gut fand. Plötzlich befinden wir uns in den USA, Nord-Korea spielt eine Rolle und die Protagonisten fangen an genau die Art von Entscheidungen zu treffen, ohne die auch „The Walking Dead“ nach einer Staffel zu Ende gewesen wäre.
Und das ist deswegen so ärgerlich, weil es vollkommen unnötig ist. Denn Manel Loureiro findet z. B. eine intelligente Lösung, wie mit Infektionen umzugehen ist oder auch dafür, wie es mit der Welt weitergehen könnte. Doch statt sich darauf zu konzentrieren, auf kluge Menschen und die europäische Umgebung müssen es US-Sturmgewehre, AK47 und am Ende sogar amerikanische Panzer sein, umgeben von irren Geistlichen und durchgeknallten Wissenschaftlern.
Das ist, nach dem belanglosen zweiten Teil, ein unerwarteter Absturz im dritten Teil, der mir schlicht und ergreifend die Laune verdorben hat. Und ehrlich gesagt, es ist unbegreiflich: Die Ideen sind da, das Setting ist gut, nach dem ersten Band lag ein ganzes Meer an Möglichkeiten vor dem Autor.
Genutzt hat es alles nix. Um den dritten Teil zu Ende zu hören, musste ich mich echt zwingen. Was für eine Zeitverschwendung.
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