American War

American War von Omar El Akkad wurde mir einmal empfohlen und nach einer ziemlich langen Wartezeit in meinem Regal, wollte ich mich dem Buch nun annehmen.

Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart – Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen – mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. 

Tja und vorweg: Leider hat mich die Geschichte nicht erreichen können und ich habe es abgebrochen.

Den Beginn der Geschichte fand ich gar nicht so schlecht. Ich konnte mir das zu Hause der Chestnuts und ihre Lebensumstände gut vorstellen. Auch die herrschenden Konflikte wurden nachvollziehbar dargestellt.

Allerdings hatte ich dann relativ schnell das Problem, dass ich nicht immer nachvollziehen konnte, von welcher Konfliktpartei die Rede war. Da sehr viele Synonyme für die Nordstaatler und die Südstaatler, wie die Blauen, die Roten, die Rebellen etc. verwendet wurden. Da diese Vielzahl an Synonymen direkt am Anfang der Geschichte eingeführt wurde, war es für mich wie gesagt, teilweise schwierig zu nachzuvollziehen, um welche Gruppe es denn jetzt gerade geht.

Was mir dann ebenfalls nicht gefallen hat war, dass die wirklich interessanten Stellen nicht behandelt wurden. Ohne zu viel vorwegzunehmen, muss die Familie Chestnut ihr zu Hause verlassen und in ein Flüchtlingslager fliehen. Es wäre super interessant gewesen, wie sie die ersten Tage dort erleben und wie sie sich einfinden. Stattdessen beginnt der zweite Teil des Buches und es wird ein Zeitsprung vorgenommen, sodass diese Zeit des Ankommens und Einlebens komplett außen vor gelassen wird.

Und der dritte Kritikpunkt bezieht sich darauf, dass ich keinerlei Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. So wurde beispielsweise bei der Flucht sehr wenig über unsere Protagonistin Sarat erzählt. Ich kann überhaupt nicht sagen, wie sie die Flucht erlebt hat oder zumindest, wie Sarat von außen betrachtet mit der Flucht zurechtkam. Ich habe hier leider überhaupt keinen Zugang gefunden, sodass ich ehrlicherweise nicht wirklich an dem weiteren Verlauf der Geschichte interessiert war.

Aufgrund dessen habe ich das Buch dann auch abgebrochen.

Fazit: Leider war American War von Omar El Akkad nicht mein Buch. Meines Erachtens wurden spannende Stellen nicht ausgeführt und ich konnte keinerlei Bindung zur Protagonistin aufbauen, sodass ich schlussendlich das Buch abbrach.


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