INFINITUM – Die Ewigkeit der Sterne

Ich mag Sci-Fi. Ich mag dicke Bücher. Also dachte ich, ich lese mal „INFINITUM – Die Ewigkeit der Sterne“ von Christopher Paolini. Oder wie Amazon sagt:

Das neue phantastische Epos von Christopher Paolini, dem Welt-Bestseller-Autor von »Eragon«

Nun gut, um was geht es?

Neue Welten zu untersuchen ist alles, wovon die junge Forscherin Kira Navarez jemals geträumt hat. Doch ein harmloser Auftrag auf einem fernen Planeten lässt Kiras Traum zum größten Albtraum der Menschheit werden:
Bei der abschließenden Untersuchung des Planeten, der in Kürze kolonialisiert werden soll, stürzt Kira in eine Felsspalte – und entdeckt etwas, das kein menschliches Auge zuvor erblickt hat. Es wird sie vollständig und für immer verwandeln.
Kira ist allein. Wir sind es nicht. Und wir müssen einen Weg finden, um zu überleben.

Ich spoilere nicht wenn ich sage, dass Kiras Entdeckung zu einem Krieg der Welten führt. Aber ich spoilere ein bisschen wenn sage: Am Anfang des Buches habe ich gehofft, dass sie schnell sterben wird. Schmerzlos, würde ich ihr gönnen. Aber bitte lasst sie nicht die handlungstragende Figur des Buches sein.

Spoiler: Sie stirbt nicht. Und trägt die Handlung.

Nachdem ich den wirklich schrecklichen Anfang hinter mich gebracht hatte, wurde das Buch etwas weniger schlimm. Es wurde nicht gut, nur weniger schlimm. Denn die grundsätzliche Idee hätte Polini viel Raum gegeben, eine aufregende Storyline mit spannenden Charakteren zu entwickeln. Hat er aber nicht.

Statt dessen hat er eine „Raumschiff-Schnulze“ geschrieben, ja einschließlich „Kira verliebt sich in den Captain“, die ungefähr so spannend wie der Wetterbericht von letzter Woche und so  vorhersehbar wie eine Folge „The A-Team“ ist. Während letzteres aber mehr Spaß macht.

Und so richtig mies wird es am Ende. Das man nach spätestens dem ersten Drittel der Geschichte genau so kommen sieht und hofft, dass es genau so nicht kommen möge. Kommt es aber natürlich.

Allerdings hält das Buch dann doch eine überraschend intensive Emotion für die Leserinnen und Leser bereit: Die Freude, dass es endlich zu Ende ist.

Das Buch eignet sich daher besonders für Menschen mit Schlafstörungen: Die Augen werden garantiert zufallen. Und es ist auch ein prima Geschenk für Menschen, die man nicht mag. Sollte beides bei Euch nicht zutreffen, kauft um Himmels Willen nicht dieses Buch!

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