CUJO

Mit dem Roman „Cujo“ von Stephen King kehren wir zurück nach Castle Rock, Maine. Und dort erwartet uns schon auf den ersten Seiten ein liebevoller Bernhardiner, der mit kleinen Kindern auf dem Hof einer KFZ-Werkstatt mitten im Nirgendwo spielt. Nicht weit weg von dem kleinen Ort, in dem zur gleichen Zeit unheimliche Dinge ihren Lauf nehmen…

Und mal wieder gefällt mir die englische Beschreibung sehr viel besser als die Deutsche:

Cujo is a huge Saint Bernard dog, the best friend Brett Camber has ever had. Then one day Cujo chases a rabbit into a bolt-hole. Except it isn’t a rabbit warren any more. It is a cave inhabited by rabid bats.

And Cujo falls sick. Very sick. And the gentle giant who once protected the family becomes a vortex of horror inexorably drawing in all the people around him . . .

Und ja, Cujo wird krank. Und Cujo beginnt eine albtraumhafte Serie von Morden, bei denen man ihm aber eigentlich gar nicht wirklich die Schuld geben mag – völlig von Sinnen durch Schmerzen, völlig verwirrt, völlig hilflos. Helfen könnten ihm natürlich die Menschen um ihn herum, wären diese nicht – verfolgt von eigenen Dämonen – in unterschiedliche Richtungen aufgebrochen. Und den Opfern des Hundes könnte natürlich auch geholfen werden, wären diese nicht eben auch… Wobei da immer noch die Frage ist, was im Schrank von dem kleinen Tad für ein Monster lauert.

Am Ende ist Cujo ein typischer King. Um so tiefer man in Castle Rock eintaucht, um so mehr man sich mit den Menschen dort beschäftigt, um so mehr man weiß, um so grausamer wird das alles. Und wie das bei King gerne so ist, sind am Ende sehr viele Menschen tot, die nicht hätten sterben müssen, hätten sich nicht, würden sie nicht, wären sie nicht.

Dabei ist „Cujo“ als zweiter Roman aus dem Castle-Rock-Zyklus einer der Romane aus der Anfangszeit von King. Etwas, das man durchaus liest, weil sich vieles von seiner späteren Art zu Schreiben abzeichnet, aber noch nicht so klar ist, wie es mal sein wird. Auch seine Vorliebe dafür, Orte und Menschen wieder auftauchen zu lassen, wie z. B. den Mörder Frank Dodd oder den Sheriff Bannermann, lernen wir hier kennen.

Dabei ist Cujo durchaus spannend, denn das Hauptaugenmerk liegt auf einer jungen Mutter, die mit ihrem Sohn in die „Gefangenschaft“ des Hundes gerät, am Ende selbst mit Tollwut infiziert ist und um das Leben ihres Sohnes kämpfen muss. In einer scheinbar vollkommen aussichtslosen Situation. Und ihr Mann, der weiß, dass etwas nicht stimmt und Himmel und Hölle in Bewegung setzt um sie zu finden, wird sich auf ewig fragen, was passiert wäre, wenn er nur etwas früher…. Wir werden Cujo übrigens später noch einmal begegnen, wenn wir im Friedhof der Kuscheltiere… aber ich will nicht zu viel verraten.

Und am Rande geht es um rote Cornflakes.

Insofern: lest das Buch. Ihr werdet es nicht bereuen 🙂

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